Die Musik der rumänischen Karpaten

Valea Stejarului, Maramuresch
Valea Stejarului, Maramuresch

Nach unserem Aufenthalt in Sighetu Maramtiei machten wir uns letzten Sonntag auf, um die Dörfer der Maramuresch Gegend kennen zu lernen. Unser erster Stop war ein kleines Volksfest in dem Dorf Barsana. Vollgepackt mit Gepäck und Instrumenten wurden wir auf dem Festplatz von den Feiernden überrascht aber herzlich empfangen. Wir verbrachten den Nachmittag auf dem Fest, gebannt von den wundervollen Trachten, der Musik und den traditionellen Tänzen. Dort kamen wir direkt ins Gespräch und entschieden uns am Abend mit unseren Beknnten nach Valea Stegarului zu fahren – dort würde das große Folklore Festival eröffnet werden, von dem wir euch schon kurz erzählt hatten. Das kleine Dorf, in welches wir fuhren, liegt fern ab aller Geschäfte und Stadttrubels – ein Fleckchen Erde an dem es kein Internet oder Telefonnetz gibt und das seine Traditionen mit vollem Herzen auslebt. Wir verbrachten den Abend auf einem Berg sitzend, während der Gesang eines rumänischen Priesters über die Täler wehte und sich in dem Echo der Berge spiegelte.

Das Dorf
Das Dorf

Uns war zu dem Zeitpunkt noch nicht klar, dass uns in diesem Ort so viele neue Freunde, wundervolle Begenungen und solch eine Fülle an Musik erwarten würde. Wir blieben 5 Tage – länger als wir dachten und doch war es keine Sekunde langweilig oder uninteressant. Wir lernten die Dorfkapelle kennen, welche die Klassiker ihres Dorfes jeden Abend um besten gaben. Wir trafen Musiker aus England, die uns ihre liebsten englischen Folklorelieder zeigten. Nach einigen Tagen gesellten sich zu uns zwei Mädels aus Polen mit denen wir Nächte lang am Lagerfeuer mehrstimmig russische, ukrainische, polnische, bulgarische und sogar afrikanische Lieder sangen und lernten. Jeden morgen standen wir auf zu Dudelsack Musik; frühstückten, während sich neben uns die Jugendlichen des Dorfes in ihrer Virtuosität auf der Geige zu übertreffen versuchten; aßen Mittag und sangen; verbrachten die Abende mit unzähligen Menschen, von denen wir lernten, die unseren Liedern zuhörten und mit denen wir uns bis in die Nacht über Musik unterhielten.

Und Schlagzeug zusammenschrauben auf dem Berg
Und Schlagzeug zusammenschrauben auf dem Berg
Gemeinsames Lernen
Gemeinsames Lernen
Der Akkordeonist
Der Akkordeonist
Die Batiar Gang, Tino, Monica und Anja
Die Batiar Gang, Tino, Monica und Anja

Aus allen Begegnungen haben wir unendlich viel Inspiration ziehen können und es fiel uns schwer Abschied zu nehmen nach den 5 Tagen, die sich anfühlten wie 5 Wochen. Die Zeit auf dem Berg wurde zu dem, was wir uns erhofft hatten: eine Zeit, die nur der Musik gewidmet war. Und doch machten wir uns schweren Herzens am Freitag Morgen auf in die Ukraine – über Sighetu Marmatiei, die Grenze und Solotvyno mit der Bummelbahn nach Uzhhorod. Hier in Uzhhorod ist für uns erstmal eine kurze Ruhezeit angesagt bevor es morgen dann weiter geht in die ukrainischen Karpaten – die vorletzte Station unserer großen Reise.

Auf dem Weg in die Ukraine
Auf dem Weg in die Ukraine
Uzhhorod
Uzhhorod

1 Gedanke zu „Die Musik der rumänischen Karpaten“

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